Die Hochzeit *21.07.2013*

 

Ein einzigartiger Tag mit viel Freude, einem wunderbaren, herzerwärmenden Ritual, köstlichem Essen, Sonnenschein, Kinderlachen, etwas Chaos, tollen Gästen, freundlichem Feuer und “unvergesslicher” :-) musikalischer Begleitung!

 

An diesem Tag haben wir uns und unserem Raum der Liebe, mit Gott und all unseren Gästen - den Sichtbaren und nicht sichtbaren - als Zeugen, einen Eid geleistet: Wir haben uns für einander entschieden, uns zu lieben und zu ehren, an und mit einander zu wachsen durch alle Zeiten dieses Lebens. Für uns war es auch eine Hochzeit mit unserem Familienlandsitz, mit dem wir verbunden wurden durch die vier Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft.

 

Wir möchten uns ganz besonders bei Susanna und René bedankenfür das ganz besonders gelungene und mit viel Liebe und Sorgfalt geplante und durchgeführte Ritual !!

 

Auch all ihr anderen Helfer – vor, während und nach der Hochzeit – seid nicht vergessen:

 

Die Köche, die Putzfeen, die Tierversorger, die Organisatoren, die Wegerklärer, die Schlepper, die Einkäufer, die AusderNotHelfer, die Dekorateure, die Nannys, die Einspringer, die Improvisateure, die Blumengiesser, die Parkplatzeinweiser, die Dolmetscher, die Musikanten, die Fotographen, die Filmemacher, die Brauthelfer und die vielen anderen helfenden Hände – vielen, vielen, vielen Dank an Euch!!! Ohne Euch wäre dieser Tag gar nicht möglich gewesen!

 

Wir sind noch nicht fertig: :-)

 

Wir bedanken uns auch von ganzem Herzen für die herzlich-lieben Wünsche, die ihr uns auf so viele verschiedene Arten übermittelt habt, des weiteren für die vielen wunderschönen, phantasievollen und großzügigen Geschenke!!!

 

 

Ein amüsantes Gleichnis über den menschlichen Gedanken: Der menschliche Gedanke besitzt die stärkste Energie. Viele Schöpfungen dieser Energie werden von den Menschen als Wunder betrachtet, als Dinge, die ihrer Vorstellung nach von höheren Kräften erschaffen worden sind.

 

Eine alte Sage über die Kraft des menschlichen Gedanken – inhaltlich übertragen auf eine heutige „normale“ häusliche Situation:

 

Die Ehefrau – eine Göttin

 

Es lebte auf der Welt vor langer Zeit ein ganz gewöhnliches Ehepaar. Die Frau hieß Elena, der Name des Mannes war Ivan.

 

Wenn der Mann nach der Arbeit nach Hause kam, setzte er sich in seinen Sessel dem Fernseher gegenüber und las Zeitung. Seine Ehefrau Elena bereitete wie gewöhnlich das Abendessen zu. Beim Servieren des Essens brummte sie ständig herum, er sei im Haushalt ein Nichtsnutz und außerdem wäre sein Verdienst viel zu gering… Das ewige Brummeln der Ehefrau ärgerte Ivan. Er antwortete seiner Frau nicht mit Grobheit, doch jedes Mal kam in ihm der Gedanke hoch: „Schau dich doch selbst einmal an, du ungepflegte Schachtel. Willst du mir heute noch erzählen, was ich zu tun habe? Direkt nach der Heirat warst du ganz anders – schön und zärtlich.“

 

Eines Tages, als seine unzufriedene Ehefrau von ihm verlangte, er möge doch den Müll heraustragen, riss er seinen Blick vom Fernseher los und ging lustlos in den Hof. Auf dem Rückweg hielt er vor der Eingangstür an und wandte sich mit seinen Gedanken an Gott: „O mein Gott, mein Gott! Wie ungeschickt sich doch mein ganzes Leben eingerichtet hat. Muss ich denn wirklich mein ganzes Leben mit dieser ständig nörgelnden, hässlichen Frau verbringen? Das ist doch kein Leben, sondern eine ewige Qual.“ Und plötzlich hörte Ivan die leise Stimme Gottes: „Ich könnte dir ja in deiner Not helfen, mein Sohn und dir eine schöne Göttin als Ehefrau schenken. Doch denke mal an deine Nachbarn, wenn sie eine so große Veränderung in deinem Leben sehen, werden sie sehr verblüfft sein. Ich schlage vor, wir machen es anders: Ich werde deine Frau Schritt für Schritt verändern, ihr den göttlichen Geist und die Schönheit schrittweise verleihen. Du darfst aber auf keinen Fall vergessen, wenn du mit einer Götting zusammenleben willst, musst du deine Lebensweise auf ein der Göttin würdiges Niveau anheben.“

 

„Ich danke dir, mein Gott! Jeder Mann würde sein Leben für eine Göttin komplett verändern. Sag mir nur eins: Wann fängst du an, meine Frau zu verändern?“

 

„Ein wenig verändere ich sie gleich jetzt. Und du wirst sehen, wie sie sich mit jeder weiteren Minute zum Besseren verändert.“ Ivan ging zurück nach Hause, setzte sich in seinen Sessel, nahm die Zeitung in die Hände und schaltete den Fernseher wieder ein. Er wollte aber gar nicht mehr lesen und mochte auch keinen Film mehr anschauen. Ihn plagte die Frage, ob und wie weit sich seine Frau schon verändert hätte. Er stand auf, ging in die Küche, lehnte sich mit seiner Schulter an den Türrahmen und begann, seine Frau ganz genau zu betrachten. Sie stand mit dem Rücken zu ihm und spülte das Geschirr vom Abendessen ab. Als Elena seinen Blick spürte, drehte sie sich zur Tür um. Ihre Blicke trafen sich. Ivan schaute seine Frau an und dachte: „Nein, ich sehe an ihr noch keine Veränderungen“. Die ungewöhnliche Aufmerksamkeit ihres Mannes entging Elena nicht. Obwohl sie den Grund seiner Neugier nicht verstand, legte sie ihre Haare zurecht, ihre Wangen wurden rot und sie fragte ihn: „Warum schaust du mich so aufmerksam an, Ivan?“

 

Ihr Ehemann wurde ebenfalls rot und ihm fiel keine bessere Antwort ein als: „Ich dachte nur gerade, ob ich dir eventuell beim Abspülen helfen könnte? Ich weiß auch nicht, warum…“

 

„Abspülen? Mir helfen?“, fragte die überraschte Ehefrau leise nach. Sie legte ihre verschmutzte Schürze ab und fügte hinzu: „Das habe ich doch schon erledigt“.

 

„Das gibt es doch nicht“, dachte Ivan, „Sie verändert sich ja direkt vor meinen Augen, sie ist schon etwas schöner geworden“. Dann half er ihr beim Abtrocknen des Geschirrs.

 

Am nächsten Tag beeilte sich Ivan, nach der Arbeit nach Hause zu kommen. Er konnte es nicht erwarten zu sehen, wie seine brummige Ehefrau schrittweise in eine Göttin umgewandelt wurde. „Und wenn sie schon viele Eigenschaften von einer Göttin übernommen hat? Dann darf ich auf meinem alten Niveau nicht verweilen. Ich besorge für alle Fälle ein paar Blumen, sonst blamiere ich mich ja völlig“. Die Haustür öffnete sich und ein völlig verblüffter Ivan erstarrte vor dem Anblick seiner Frau. Elena stand vor ihm in ihrem schönen Sonntagskleid, dass er ihr vor einem Jahr gekauft hatte. Mit einer tollen Frisur und einem Band im Haar. Ohne seinen Blick von ihr abzuwenden, streckte er ungeschickt und etwas unsicher, seine Hand aus und gab ihr die Blumen.

 

Sie nahm die Blumen entgegen, seufzte leicht, schloss ganz kurz die Augen und errötete.

 

„Ach, wie schön sind doch die Wimpern von Göttinnen! Wie sanft sind ihre Charaktere. Es ist so ungewöhnlich, ihre innere und äußere Schönheit zu erleben!“

 

Nun musste Ivan erst durchatmen, als er den Tisch mit zwei brennenden Kerzen sah, gedeckt mit dem schönsten Geschirr des Hauses, verziert mit zwei Weingläsern und einem göttlich duftenden Essen. Als er sich an den Tisch setze, sprang sie plötzlich auf und sagte: „Verzeih mir bitte, ich habe vergessen, den Fernseher einzuschalten. Und hier sind noch ein paar Zeitungen für dich, die ich frisch gekauft habe.“

 

„Ich brauche keinen Fernseher und ich habe auch keine Lust, die Zeitungen zu lesen“, antwortete Ivan. „Es wird jeden Tag sowieso nur das Gleiche berichtet. Erzähle mir lieber, wie du den morgigen Samstag verbringen möchtest.“ Endgültig verwirrt fragte Elena nach: „Und du?“

 

„Naja, ich habe uns für den Samstagabend zwei Eintrittskarten ins Theater besorgt. Und am Tage, natürlich nur, wenn du nichts dagegen hast, machen wir einen kleinen Stadtbummel durch die Läden. Wenn wir schon ins Theater gehen, bietet es sich doch an, zuerst ein geeignetes Theaterkleid für dich auszusuchen.“ Beinahe wäre Ivan der Ausdruck herausgerutscht: „Ein Kleid, das einer Göttin würdig ist.“ Er wurde verlegen, schaute Elena an und seufzte wieder. Direkt vor ihm am Tisch saß eine Göttin. Ihr Gesicht strahlte Glück aus, ihre Augen leuchteten. In ihrem Lächeln ließ sich der Hauch einer Frage erkennen. „O Gott, wie schön sind doch diese Göttinnen! Und wie sie von Tag zu Tag immer schöner und vollkommener wird, werde ich es schaffen, mit ihr Schritt zu halten?“, dachte Ivan. Plötzlich durchbohrte ihn der Gedanke: „Ich muss es schaffen! Solange sie noch bei mir ist, werde ich sie bitten, sogar anflehen, ein Kind von mir zu bekommen. Ich stelle mir dieses Kind schon vor, ein Kind von mir und der schönsten Göttin von allen.“

 

„Worüber denkst du nach Ivan, bedrückt dich etwas?“, fragte ihn Elena. Und er saß aufgeregt vor ihr, wusste nicht, wie er seine Gedanken ausdrücken sollte. Es ist ja schließlich kein Spaß, eine Göttin um ein gemeinsames Kind zu bitten! Diese Art von Geschenk hatte ihm Gott nicht versprochen. Er stand auf, zupfte mit seiner Hand an der Tischdecke herum, suchte gedanklich immer noch nach der richtigen Formulierung wurde dabei rot und drückte schließlich heraus:“ Naja, ich weiß nicht… Ob ich es darf… Aber ich… Ich wollte sagen… Schon längst… O ja, ich will ein Kind von dir, du schöne Göttin.“ Da drückte sich Elena mit ihrem Körper ganz fest an ihren Ivan. Ihr Blick war voller Liebe, eine glückliche Träne verließ ihre Augen und rollte langsam über ihre glühende Wange. Sie legte ihren Arm um seine Schultern und er spürte ihren heißen Atem auf seinem Gesicht.

 

„Ach, was für eine Nacht! Und was für ein Morgen folgte danach! Und der darauffolgende Tag! O wie schön ist doch das Leben mit einer Göttin!“, dachte Ivan, während er seinen zweiten Enkel für einen Spaziergang ankleidete.

 

(entnommen aus der Buchreihe "Die klingenden Zedern" von W. Megre)

 

 

 

Mitglied im Verein terra animam